»Raubritter« oder »Rechtschaffene vom Adel«?

Aspekte von Politik, Friede und Recht im späten Mittelalter
Oberrheinische Studien, Band 14
Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e.V.
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In der romantischen Literatur geboren, wurde der »Raubritter« seit dem 19. Jahrhundert als Schlagwort der politischen Polemik adaptiert, diente aber auch in gelehrten Darstellungen vorzugswise als Folie für die Kriminalisierung »privater« Gewalt, die sich im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit der Herausbildung eines staatlichen Gewaltmonopols entgegenstellte. Ausgehend von neueren Erkenntnissen auf dem Gebiet der Verfassungs- und Sozialgeschichte beschreiben die in diesem Band publizierten Tagungsreferate unterschiedliche Formen und bedingungen ritterlicher Gewalt und weisen deren vordergründige Diffamierung als »Raubrittertum« einer vorwissenschaftlichen Sphäre zu.
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Auflage 1. Auflage 1997
Einband Leinenband mit Schutzumschlag
Seitenzahl 208
Format 16,5 x 24 cm
ISBN/EAN 978-3-7995-7814-1
VGP-Nr. 407814
Schlagwörter Literaturgeschichte, Macht, Rittertum
Kurt Andermann (Hg.)

Kurt Andermann, geb. 1950, war bis 2016 Archivdirektor am Generallandesarchiv Karlsruhe, davor drei Jahrzehnte lang Referent und Projektleiter bei der amtlichen Landes- und Kreisbeschreibung in Baden-Württemberg und lehrt an der Universität Freiburg i. Br. Landesgeschichte. Begründer und Organisator der Kraichtaler Kolloquien. 1985 bis 1995 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e. V. und Herausgeber der Oberrheinischen Studien. Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte und der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Arbeitsschwerpunkt z. Zt. Verfassungs- und Sozialgeschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit.

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