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Ausgrabungen in der Kathedrale St. Gallen 1963-1967, Bd. 1

Ergebnisse zur Baugeschichte der ehemaligen Klosterkirche von St. Gallen

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Erscheint am 27. Juli 2026.
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Inhalt

Die Ausgrabungen in der St. Galler Kathedrale (1963–1967) haben die verbreitete Vorstellung des sog. St. Galler Klosterplanes als Projekt für das Münster des Abtes Gozbert (816–837) grundlegend verändert; der Gozbertbau entspricht anders ausgerichteten Vorbildern und nimmt Elemente auf, die bereits im Vorgängerbau des 8. Jahrhunderts verwirklicht sind: Nach Verbannung, Tod und Rückführung des Gründerabts Otmar um 769 wird aus der einfachen Klosterkirche an der Steinach (Maria/ Gallus I) eine Wallfahrtskirche mit Krypta (Maria/ Gallus II). Die beiden Heiligengräber von Gallus und Otmar bestimmen fortan und bis zum Neubau im 18. Jahrhundert die Geschichte der St. Galler Sakralbauten.

Grabungsbefunde unter Einbindung historischer Quellen führen zu einem erweiterten Verständnis von Grab- und Memorialkirchen, Krypten und dem Monumentalbau des Abtes Gozbert. Die Ausgrabungen ergeben im Weiteren Aufschlüsse zum Umfeld der Klosterkirche, so zu den das Münster dicht umstehenden Kapellen und Türmen (»Schulturm«, Hartmutturm, Saxturm) und ermöglichen neue Deutungen. Die steingerechte Aufnahme der Kirchen-Südwand, in Etappen während der Grabung erstellt, gibt Einblick in die Geschichte des gotischen Kreuzgangs mit der Grabanlage des herausragenden Abtes Ulrich Rösch (1463–1491).

Mit der Auswertung der Grabungsbefunde von 1963–1967 erscheint nicht nur die Entwicklung der Klosterkirche und ihrer Annexbauten unter neuem Licht, sondern auch die Kirche auf dem St. Galler Klosterplan; ihr gilt abschliessend eine Skizze.

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Auflage 1. Auflage 2026
Einband Hardcover
Ausstattung Mit zahlreichen, teilweise farbigen Abbildungen und vier ausklappbaren Plänen in sw
Seitenzahl 360
Format 23 x 31,5 cm
ISBN/EAN 978-3-7995-2181-9
VGP-Nr. 402181
Autor
Hans Rudolf Sennhauser

Hans Rudolf Sennhauser, geb. 1931, 1951–64 Studium der Kunstgeschichte, allgemeinen Geschichte, historischen Hilfswissenschaften und Archäologie an den Universitäten Zürich, München und Basel; 1964 Promotion in Basel, 1967 Habilitation ebenda. 1971 Assistenzprofessor an der Universität Zürich, 1980 Extraordinarius ad personam, 1985–96 Ordinarius ad personam für Kunstgeschichte des Mittelalters, Archäologie der frühchristlichen, hoch- und spätmittelalterlichen Zeit, zugleich 1980–96 Prof. an der ETH für Denkmalpflege, insbesondere Archäologie; außerdem fallweise als Bundesexperte für Ausgrabungen und Bauuntersuchungen in Denkmalpflegeobjekten tätig; 1965–96 als Mittelalter-Archäologe Mitglied bzw. Korr. Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege, hierbei wurden von ihm Kirchengrabungen wie Basel-Münster, ehem. Klosterkirche St. Gallen, Müstair, Disentis u.a. initiiert und durchgeführt; 1972–81 Vizepräsident und Präsident der wissenschaftlichen Kommission der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

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