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Auslaufen, das kann bedeuten: Es geht zu Ende mit der Kirche im nachchristlichen Europa. Nicht wenige Zahlen scheinen dafür zu sprechen. Franziskus steht für eine andere Art von Auslaufen: Das Schiff der Kirche soll aus dem Hafen der Selbstbeschäftigung auslaufen und an die Ränder des Lebens und der Gesellschaft gehen, zu denen, die vom Leben verwundet sind. Dafür steht er prophetisch ein und für ein solches Auslaufen will er die Kirche umbauen.
Ausgehend vom Leben des Papstes zeigt Paul M. Zulehner dessen Kernanliegen: seinen Einsatz für eine Kirche der Armen und für eine neue Kultur des Umgangs miteinander in der Kirche - wie bei der Vorbereitung und Durchführung der Familiensynode. Beide Themenfelder werden vertieft durch Beiträge ausgewiesener Experten wie dem Politiker Wolfgang Schüssel, dem Sozialethiker Friedhelm Hengsbach und dem Familienforscher Wolfgang Mazal. Ein leidenschaftliches Plädoyer, daran mitzuwirken, dass mit einem neuen Verständnis und einer veränderter Praxis das Schiff Kirche neu Fahrt aufnimmt.
wienerzeitung.at, Heiner Boberski ,13.10.2015 » Zulehner plädiert für eine Kirche des Erbarmens (…). Der Papst »kapituliert nicht vor dem Zeitgeist, sondern vor dem Evangelium.««
DDr. Paul M. Zulehner war von 1984 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2008 Professor für Pastoraltheologie in Wien. In zahlreichen und viel beachteten Veröffentlichungen beschäftigt er sich vor allem mit religionssoziologischen, kirchensoziologischen und pastoraltheologischen Themen.