Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament EKK
  44,00 €
Inkl. 5% MwSt., exkl. Versandkosten
Auf Lager
lieferbar
Dieser zweite Teilband des Kommentars zum Hebräerbrief umfaßt den für die Hohepriesterchristologie entscheidenden Mittelteil 7,1 -10,18. Schwerpunkte sind die geheimnisvolle Gestalt des Melchisedek aus Gen 14 (Kap. 7), der neue Bund (Kap. 8) und der in typologischer Entsprechung zum Jörn Kippur in Lev 18 gedeutete Sühnetod Jesu (Kap. 9 und 10).

Neben der Analyse und einer möglichst genauen philologischen Exegese gilt das besondere Augenmerk der Aufhellung des religionsgeschichtlichen Hintergrundes, der traditionsgeschichtlichen Zusammenhänge und der Wirkungsgeschichte.

Da der rhetorisch geschulte und alexandrinisch gebildete Verfasser des Hebräerbriefes seine kulttheologische Neuinterpretation des Passionskerygmas in hochmythologischer Anschauungsweise vorträgt, sind auch hermeneutische Erwägungen gefordert, ohne die ein gegenwärtiges Verstehen nicht möglich ist.

Dabei zeigt sich, daß der Hebräerbrief an mindestens zwei der gegenwärtig besonders intensiv diskutierten Fragen Anteil hat: der Frage nach dem Antijudaismus im Neuen Testament und der Frage nach der »Sühne als Heilsgeschehen« (B. Janowski). Beiden Fragen wendet der vorliegende Kommentarband besondere Aufmerksamkeit zu.

Daß der Autor des Hebräerbriefes es versteht, seine hohe Kulttheologie ganz in den Dienst der Paraklese zu stellen und ein niedergebranntes Glaubensfeuer wieder neu anzufachen, zeichnet ihn ebenso als Theologen aus wie das Ergebnis seiner Kultkritik, die paulinisches Format hat: Christus ist das Ende des irdischen Kultus als Heilsweg.
Mehr Informationen
Auflage 1. Auflage 1994
Einband Paperback
Seitenzahl 238
Format 16,5 x 24 cm
ISBN/EAN 978-3-545-23125-2
VGP-Nr. 123125
Erich Gräßer

Erich Gräßer, Dr. theol. Dr. h.c. mult., 1927-2017, war Professor em. für Neues Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn.

Ulrich Luz (Hg.)

Ulrich Luz, Dr. theol. (1938-2019), war von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2003 Professor für Neues Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bern.

Joachim Gnilka (Hg.)

Joachim Gnilka, Dr. theol. (1928-2018), war seit 1962 Professor für Neutestamentliche Exegese in Münster/Westfalen, von 1975 bis zu seiner Emeritierung 1997 Professor für Neutestamentliche Exegese und Biblische Hermeneutik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1973 bis 1988 war er Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission und von 1986 bis 1997 Mitglied der Internationale Theologenkommission.

Presseinformation drucken