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Der 1. Korintherbrief ist wie kaum ein anderer Paulusbrief ein überzeugendes Paradigma situations- und praxisbezogener Theologie. Mannigfache Irrungen und Wirrungen in der korinthischen Gemeinde, insbesondere ihr den eschatologischen Vorbehalt überspringender »Enthusiasmus«, veranlassen Paulus zu diesem Brief, mit dem er die Gemeinde wieder auf den Boden der irdischen Realität zurückholen möchte. Der Kommentar erschließt die korinthische Position und die theologische Argumentation des Paulus. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Auslegungs-und Wirkungsgeschichte gelegt.
Im 1. Teilband stehen der durch eine Weisheitshypertropie ausgelöste Parteienstreit mit seinen zentrifugalen Auswirkungen (1,10-4,21) sowie die konkreten Missstände eines Inzestfalls (5,1-11) und des Prozessierens vorheidnischer Gerichte (6,1-11) zur Debatte. Dem setzt Paulus seine theologia crucis und ihre Weisheit sowie sein Verständnis des Apostolats und der Eschatologie entgegen.