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Den alten, geheimnisvollen Namen Baar trägt eine Landschaft zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, die schon zwei der wichtigsten römischen Verkehrswege Südwestdeutschlands kreuzten. Infrastruktur und Besiedelung lassen für die Spätantike markante Eigenheiten erkennen, und für die Zeit des alamannischen Herrschaftsaufbau im frühen Mittelalter gelangte die Archäologie zu aufsehenerregenden Funden und Befunden. Überregionale Bedeutung erfuhr das Land um die Quellen von Donau und Neckar auch im 9. Jahrhundert, als der letzte Herrscher, der noch einmal das Gesamtreich Karls des Großen regierte, hier selbst Grafschaftsrechte ausübte: Karl III., der 888 in Neudingen zu Tode kam. Das Ende dieses Kaisers leitete dann einen Prozess ein, den man als die Entstehung Deutschlands umschreiben kann.
Welche historischen Kräfte gestalteten die Baar, welche weltlichen und geistlichen Mächte rangen hier seit römischer Zeit um Macht und Einfluss, ehe sich seit dem 13. Jahrhundert die Grafen von Fürstenberg in der Region durchsetzten? Schließlich: Was unterscheidet die Baar strukturell von ihren historischen Nachbarlandschaften? Diese Fragen werden aus der Perspektive unterschiedlicher (Fach-)Disziplinen eingehend beleuchtet.
Dr. R. Johanna Regnath. Studium der Fächer Geschichte, Deutsch und Italienisch in Würzburg, Tübingen und Pisa. Seit 2006 Geschäftsführerin des Alemannischen Instituts Freiburg i. Br. e. V. Forschungsschwerpunkte: Landesgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie Agrar- und Wirtschaftsgeschichte.