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Stuttgarter historische Studien zur Landes- und Wirtschaftsgeschichte, Band 2 Eine Reihe des Historischen Instituts der Universität Stuttgart und der Stiftung Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg Herausgegeben von Franz Quarthal und Gert Kollmer-vom Oheimb-Loup
Trotz erster Ansätze während der deutschen Revolution von 1848/49 etablierte sich der (evangelische) Konservativismus im Königreich Württemberg erst mit der Gründung der württembergischen Landesorganisation der Deutsch-Konservativen Partei im Jahre 1876 als eigenständige, organisierte Parteibewegung. Dank der organisatorischen Stärke des im Jahre 1893 gegründeten Bundes der Landwirte gelang es den Konservativen, in Württemberg innerhalb von wenigen Jahren auf Kosten der liberalen Parteien eine straff geführte agrarisch-mittelständische Protestbewegung mit einer starken parlamentarischen Vertretung aufzubauen. Stefan Biland analysiert die verschiedenen Entwicklungsstufen des württembergischen Konservativismus als Parteibewegung hinsichtlich politischer und ideologischer Inhalte, Agitation, sozialer Struktur, organisatorischer und personeller Entwicklung und Stellung im Parteiensystem für die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.