Die Formierung der Zensualität

Zur kirchlichen Transformation des spätrömischen Patronatswesens im früheren Mittelalter
Vorträge und Forschungen - Sonderbände, Band 54
Herausgegeben vom Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte
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Die mittelalterlichen Zensualen waren kirchliche Abhängige, die seit dem 11. Jahrhundert vielerorts ihre Freiheit erkämpften. Die Studie untersucht erstmalig die Formierung dieser Gruppe seit der Spätantike. Weil die frühmittelalterliche Kirche die Freilassung von Sklaven, wenn sie in der Kirche erfolgte, als religiöse Handlung deutete, durch welche die Patronatsrechte über die freigelassene Person dem Heiligen überschrieben wurden, bildete sich unter dessen Schutz die Zensualität als eigene Gruppe heraus. Da dieser Prozess vom Königtum ebenfalls gefördert wurde, wirft die Interpretation auch neues Licht auf die Kommunebewegung in den hochmittelalterlichen Bischofsstädten.
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Auflage 1. Auflage 2010
Einband Hardcover
Seitenzahl 136
Format 17 x 24 cm
ISBN/EAN 978-3-7995-6764-0
VGP-Nr. 406764
Stefan Esders

Stefan Esders ist Professor für die Geschichte der Spätantike und des frühen Mittelalters an der Freien Universität Berlin. Er hat das Projekt HLUDWICUS (ANR-DFG, 2008-2011) koordiniert.

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