Andachtsbild mit Text

Die Nacht am Ölberg


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DIE NACHT AM ÖLBERG

Jesus fragte oft seine Jünger:
Wovor habt ihr eigentlich Angst?
Warum habt ihr solche Angst?
Habt ihr denn keinen Glauben?
Und plötzlich lesen wir: Auch Jesus
»begann zu erschrecken, bekam Angst«.
Am Ölberg überwältigt ihn die Angst,
Todesangst. Er zittert um sein Leben.
Es heißt: »Er warf sich auf die Erde.«
So zeigt ihn der Maler: am Boden.
Ringend mit sich schaut er auf zu Gott,
bittet seinen Vater inständig:
»Nimm diesen Kelch von mir weg!«
Verschone mich! Erbarme dich meiner!
Niemand muss christlicher sein als er.
Jesus – ganz Mensch wie wir alle!
Er bittet sogar drei Freunde mehrmals
um ihre Nähe: »Bleibt hier und wacht!«
Aber Petrus, Jakobus und Johannes –
im Bildhintergrund angedeutet –
verschlafen die Chance, einem Menschen
in größter Not beistehen zu dürfen.

Lukas berichtet überraschend:
»Da erschien ein Engel vom Himmel
und gab ihm Kraft.«
Der Engel könnte ein mitfühlender
Mensch gewesen sein, der vorüberkam
und Jesus spontan Hilfe anbot.
Das Licht, das auf Jesus fällt,
und der Mond, »die Sonne der Liebenden«,
könnten dafür ein Zeichen sein.
Jesus findet am Ölberg die Kraft, zu
beten, wie er es im Vaterunser lehrte:
»Dein Wille geschehe!« Hier: »Nicht
was ich will, sondern was du willst.«
Es ist sicher das schwerste Gebet, sich
vorbehaltlos Gott preiszugeben. Aber
Gott lässt uns Zeit für diesen Prozess.
Bis dahin nimmt er mit Gewissheit auch
unser Schweigen und unsere Tränen an.
Wenn wir nur fest verwurzelt sind
in Gott wie die Bäume im Ölberggrund.
Dann gilt, was Jesus versprochen hat:
»Niemand entreißt sie meiner Hand.«

Jesus, auch du musstest lernen,
mit Angst und Todesangst umzugehen.
Im Gebet suchst du Klarheit und Halt.
Du wehrst dich gegen das schwere Leid
und bittest Gott um Verschonung.
Du legst aber auch alles in seine Hand:
Abba, mein Vater, dein Wille geschehe!
Jesus ich weiß: So beten ist schwer.
Hilf mir, dass ich eines Tages auch
so aufrichtig beten kann wie du.
Jetzt aber, Bruder und Freund,
nimm mich samt meinen Ängsten mit
und trag mich hin zum Herzen Gottes.
Wo sonst sollte ich Erbarmen finden,
innere Ruhe und Frieden.

Text: Theo Schmidkonz SJ
Bild: Sieger Köder, Die Nacht am Ölberg. Schlossbergklinik Oberstaufen
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Auflage 1. Auflage 2011
Einband Andachtsbild mit Text
Ausstattung 4-seitig
Format 8,8 x 12,5 cm
Bestell-Nr. 958 T
VGP-Nr. 619581
Sieger Köder

3. Januar 1925 geboren in Wasseralfingen
1947 bis 1951 Studium an der Kunstakademie Stuttgart
1954 bis 1965 Kunsterzieher in Aalen
1965 bis 1970 Studium der Katholischen Theologie in Tübingen und München
1971 Priesterseminar in Rottenburg, Priesterweihe
Von 1975 bis 1995 Pfarrer in Hohenberg und Rosenberg
1985 Ehrentitel »Monsignore« von Papst Johannes Paul II. sowie Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
1993 Ernennung zum Professor »honoris causa« durch das Land Baden-Württemberg
Von 1995 lebte und arbeitete Sieger Köder im Ruhestand in Ellwangen.
Zahlreiche Arbeiten im Kirchenraum, Wandmalerei, Fenster, Altäre, Tabernakel, Kreuzwegstationen, Ölbilder, Zeichnungen, Illustrationen.
Sieger Köder wurde am 3. Januar 2015 zu seinem 90. Geburtstag Ehrenbürger der Gemeinde Rosenberg.
Am 9. Februar 2015 verstarb Sieger Köder in Ellwangen. Er wurde am 14. Februar 2015 in Wasseralfingen beigesetzt.

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