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Untersucht werden die ältesten Nachrichten über die Eigenart der westslawischen Völker und ein aufkommendes Eigenbewußtsein bis zu seiner »nationalen« Vollendung in der ersten Hälfte des 15. Jhs. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt bei den Böhmen und Polen, wo die Nationenbildung im Spätmittelalter zur Vollendung gelangte. Nicht voll ausgereift findet sie sich in Mähren; bei den Elbslawen sind nur Ansätze zu einer eigenständigen Bewußtseinsbildung festzustellen. Eine Sonderheit stellt in diesem Umkreis das relativ frühe Aufkommen der Hypothese von einer »slawischen Verwandtschaft« dar, die bereits im Mittelalter politisch genutzt worden ist. Eine vergleichende Skizze, die den »Stellenwert« der Nationenbildungen bei den Westslawen bestimmen soll, und ein Register beschließen die Untersuchung.