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Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde, Band 70 Herausgegeben in Verbindung mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen Wilfried Hartmann, Ulrich Köpf, Dieter Langewiesche, Sönke Lorenz, Bernhard Mann, Winfried Schenk, Anton Schindling, Wilfried Schöntag, Barbara Scholkmann
Die Schauplätze der Revolution von 1848 in Württemberg befanden sich keineswegs nur in den Städten, auch die Landbevölkerung spielte eine aktive Rolle im politischen Geschehen. Nach den Tumulten gegen Adelsherrschaften und Schultheißen im Frühjahr 1848 sah sie in der Gründung von über 400 ländlichen Volksvereinen ein zeitgemäßes Mittel, um ihre Interessen durchzusetzen. Diese bislang stark unterschätzte Massenpolitisierung der Landbevölkerung führte zu einer aktiven Rolle in der Reichsverfassungskampagne und erklärt, wie die Demokraten auch nach der Niederlage der Revolution 1849 noch große Wahlerfolge erzielen konnten.
Nikolaus Back absolvierte die Ausbildung zum Diplom-Archivar (FH) und studierte Neuere Geschichte und Empirische Kulturwissenschaften in Tübingen. Seit 1987 Leiter des Stadtarchivs bzw. seit 2002 des städt. Museums Filderstadt.