Freiheit und Unfreiheit

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Facetten eines zeitlosen Problems
Kraichtaler Kolloquien, Band 7
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Freiheit ist einer der zentralen Begriffe unserer Kultur. Beinahe inflaktionär und zumeist eher abstrakt gebraucht, bedarf er indes der Konkretisierung, der Fragen nach »Freiheit wovon?« und »Freiheit wozu?«. Und ohne den Gegenpol der Unfreiheit läßt Freiheit sich überhaupt nicht begreifen und beschreiben. Was von jeher die gesellschaftliche Debatte beherrscht, spielt selbstredend auch im historisch-wissenschaftlichen Diskurs eine große Rolle. Über Freiheit nachzudenken eröffnet stets neue Perspektiven und ist ganz sicher immer notwendig.

Der vorliegende Aufsatzband nähert sich dem Thema wie die ihm zugrundeliegende Tagung in paarweise aufeinander bezogenen Beiträgen zu den historischen Ständegruppen des Bauerntums, des Adels und des städtischen Bürgertums, wobei die jeweiligen Erscheinungsformen von Freiheit und Unfreiheit in Gegenüberstellung erörtert werden, weiß man doch längst, daß die gängige Vorstellung, Bauern seien generell unfrei, Adlige und Stadtbürger hingegen frei gewesen, in dieser Pauschalität nicht zutrifft. Die Rahmenbeiträge widmen sich dem Umgang mit Freiheitsvorstellungen und Freiheitserfahrungen im Wandel der Zeit, den Wurzeln unseres Freiheitsdenkens im Mittelalter und der Frage, wie sich aus der von den Humanisten entdeckten libertas Germanorum die von den Reichspatrioten um die Wende zum 19. Jahrhundert postulierte deutsche Freiheit entwickeln konnte.
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Auflage 1. Auflage 2010
Einband Leinenband mit Schutzumschlag
Ausstattung mit 1 Farbtafel
Seitenzahl 188
Format 15 x 23 cm
ISBN/EAN 978-3-7995-1311-1
Alte ISBN 978-3-928471-87-9
VGP-Nr. 401311
Gabriel Zeilinger (Hg.)

Gabriel Zeilinger, geb. 1975, studierte Geschichte und Nordische Philologie in Kiel und Oslo, war wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Greifswald und Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung. Seit 2005 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kieler Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, derweil Professurvertretungen ebendort sowie in Heidelberg und Hagen.

Kurt Andermann (Hg.)

Kurt Andermann, geb. 1950, war bis 2016 Archivdirektor am Generallandesarchiv Karlsruhe, davor drei Jahrzehnte lang Referent und Projektleiter bei der amtlichen Landes- und Kreisbeschreibung in Baden-Württemberg und lehrt an der Universität Freiburg i. Br. Landesgeschichte. Begründer und Organisator der Kraichtaler Kolloquien. 1985 bis 1995 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e. V. und Herausgeber der Oberrheinischen Studien. Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte und der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Arbeitsschwerpunkt z. Zt. Verfassungs- und Sozialgeschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit.

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