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Die aktuelle Auseinandersetzung um die »Leitkultur« hierzulande bringt Johann Wolfgang von Goethes »West-östlichen Divan« neu ins politische Spiel. Dieses Werk eröffnet einen poetischen Raum, in dem Gegensätze zwischen Religionen nicht übersehen, aber auf einen neuen Horizont hin überstiegen werden.
Ausgehend von eigenen Leseerfahrungen zeigt Ottmar Fuchs: Literatur dieser Art verträgt sich gut mit jenen Anteilen der Religionen, die für das Wohlergehen aller Menschen Sorge tragen.
Neben Goethe werden Stefan George, Karl May, Werner Bergengruen und andere in die Begegnung aufgenommen. Dabei tun sich weitere Horizonte auf: Erfundenes lässt Orientierung finden. Erdichtetes trägt engagiertes Handeln. In der Dichtung wird Leben sogar über den Tod hinaus gerettet.