Andachtsbild mit Text

Jesus begegnet den weinenden Frauen


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WEINT ÜBER EUCH

Links im Bild ein Kind mit Judenstern,
im Hintergrund: Mauer und Stacheldraht.
Massenmord an Juden war möglich,
weil wir schweigend zusahen, wie Juden
zu Unmenschen abgestempelt wurden.
Rechts eine hungernde Palästinenserin;
daneben schreit ein Japanerkind unter
dem Atombombenschirm von Hiroshima.
Zwischen Stacheldraht und Atombomben
wachsen unschuldige Kinder auf,
wenn die Erwachsenen dulden, was immer
in der Welt auch geschehen mag.
»Weint über eure Kinder«, sagt Jesus
auf seinem Kreuzweg nach Golgota;
denn in der Welt eurer Kinder schwindet
immer mehr die Sonne, das Licht.
Sie schauen erwartungsvoll zu ihm auf,
Juden, Buddhisten und Muslime.
Jesus hat eine Botschaft für alle:
Versöhnt euch! Schafft Frieden!
Sein rotes Gewand könnte sagen:
Hört auf zu hassen, fangt an zu lieben!

Von Jesus sehen wir nur den Rücken
und die hochgestreckten Arme, die
den Querbalken des Kreuzes tragen.
Er will kein weinerliches Mitleid.
Er sagt: »Weint nicht über mich.«
Ich gehe meinen Weg zu Ende,
den Weg des Gerechten und Aufrechten.
Ich bin bereit zu sterben,
wofür ich gekämpft und gelebt habe.
Er ruft den Frauen und Müttern zu:
»Weint über euch!«
Ihr seid bedauernswert, arm,
wenn ihr alles passiv hinnehmt,
wenn ihr euch duckt und anpaßt.
Dann ist die Welt so, wie sie ist.
Dann können die Männer herrschen,
unterdrücken, Kriege führen.
Und: »Weint über eure Kinder!«
Sie sind die ärmsten Geschöpfe.
Schafft ihnen eine neue Welt!
Es liegt in eurer Hand, ob endlich
die helle Sonne scheint über allen.

Jesus,
du warst am Ende das Opfer
von besessener Rechtgläubigkeit,
von sturer Gesetzesauslegung,
von staatlicher Unmenschlichkeit.
Auch in unserer Welt herrschen
Rechthaberei und Haß; deshalb
gibt es Bomben und Stacheldraht.
Sehr viele Kinder wissen nicht,
was Friede und Freundschaft ist.
Jesus, daß wir doch einander
nicht ablehnen und ausgrenzen,
sondern tragen und ertragen.
Dann werden alle aufatmen
in einer neuen, menschlichen Welt.

Text: Theo Schmidkonz SJ
Bild: Sieger Köder, Jesus begegnet den weinenden Frauen
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Einband Andachtsbild mit Text
Ausstattung 4-seitig
Format 8,8 x 12,5 cm
Bestell-Nr. 869 T
VGP-Nr. 618691
Sieger Köder

3. Januar 1925 geboren in Wasseralfingen
1947 bis 1951 Studium an der Kunstakademie Stuttgart
1954 bis 1965 Kunsterzieher in Aalen
1965 bis 1970 Studium der Katholischen Theologie in Tübingen und München
1971 Priesterseminar in Rottenburg, Priesterweihe
Von 1975 bis 1995 Pfarrer in Hohenberg und Rosenberg
1985 Ehrentitel »Monsignore« von Papst Johannes Paul II. sowie Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
1993 Ernennung zum Professor »honoris causa« durch das Land Baden-Württemberg
Von 1995 lebte und arbeitete Sieger Köder im Ruhestand in Ellwangen.
Zahlreiche Arbeiten im Kirchenraum, Wandmalerei, Fenster, Altäre, Tabernakel, Kreuzwegstationen, Ölbilder, Zeichnungen, Illustrationen.
Sieger Köder wurde am 3. Januar 2015 zu seinem 90. Geburtstag Ehrenbürger der Gemeinde Rosenberg.
Am 9. Februar 2015 verstarb Sieger Köder in Ellwangen. Er wurde am 14. Februar 2015 in Wasseralfingen beigesetzt.

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