Johann Philipp Becker

Schriften der Siebenpfeiffer-Stiftung, Band 5
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Der 1809 in Frankenthal geborene und 1886 in Genf gestorbene Johann Philipp Becker gehört zu den interessantesten Gestalten deutscher Demokratiegeschichte des 19. Jahrhunderts. Als junger radikaler Redner des Hambacher Festes, Offizier im Schweizer Sonderbundskrieg von 1847 und in der deutschen Reichsverfassungskampagne des Jahres 1849, Mitbegründer der ersten Internationale im Jahre 1864 und der deutschen Arbeiterbewegung, hat dieser »deutsche Garibaldi« an den Freiheitskämpfen von drei Generationen teilgenommen. Die Biographie Beckers liefert zugleich ein anschauliches Beispiel dafür, welch enge Zusammenhänge zwischen den verschiedenen europäischen Freiheitsbewegungen bestanden. Trotz eines imposanten Wirkens, ist Becker nach seinem Tod in Deutschland lange Zeit vergleichsweise wenig beachtet worden. In der Geschichtsschreibung der DDR und in der rheinpfälzischen Regionalgeschichte hatte er allerdings einen festen Platz. Die Beiträge des Bandes, der auf eine Tagung im Jahre 1996 zurückgeht, befassen sich nicht nur mit Beckers politischem Wirken in Deutschland, der Schweiz und Italien, sondern auch mit Fragen der Becker-Forschung und seiner Rolle in der Geschichtskultur der Deutschen.

Aus dem Inhalt:
Hans-Werner Hahn: Johann Philipp Becker (1809–1886): Leben und Bedeutung eines deutschen Demokraten. Eine Einführung des Herausgebers; Gerhard Nestler: Johann Philipp Becker und die frühliberale Bewegung in Frankenthal; Joachim Kermann: Johann Philipp Becker und das Hambacher Fest; Rolf Dlubek: Johann Philipp Becker im Vormärz. Sein Wirken in der Schweiz 1838–1847; Ders.: Johann Philipp Beckers Revolutionserfahrungen und seine Entwicklung zum Sozialisten 1848/49–1860; Daisy E. Devreese: »Ein seltener Mann«. Johann Philipp Becker und die Internationale Arbeiter-Association; Marco Paolino: Johann Philipp Becker und die italienische Einigungsbewegung; Yvonne Kempf: Johann Philipp Becker im privaten Bereich; Roland Paul: Journalist und Bürgerkriegsoffizier – Gottfried Becker in den USA; Walter Schmidt: Johann Philipp Becker in der Geschichtsschreibung und Geschichtskultur der DDR; Erich Schunk: Die Hambach-Tradition in der Bundesrepublik Deutschland.
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Auflage 1. Auflage 2000
Einband Leinenband mit Schutzumschlag
Ausstattung mit 8 Tafeln
Seitenzahl 192
Format 17 x 24 cm
ISBN/EAN 978-3-7995-4905-9
VGP-Nr. 404905
Hans Werner Hahn (Hg.)

Hans-Werner Hahn, geboren 1949 in Wetzlar; Studium der Geschichte, Politik- und Erziehungswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, 1979 Promotion in Gießen, 1979 bis 1988 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes, 1988 Habilitation in Saarbrücken, 1988 bis 1990 Mitarbeiter an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt; seit 1992 Professor für die Geschichte des 19./20. Jahrhunderts an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des neuzeitlichen Bürgertums, Geschichte des Deutschen Bundes und des Deutschen Zollvereins, Industrielle Revolution in Deutschland, Revolution von 1848/49. Wichtigste Veröffentlichungen: Wirtschaftliche Integration im 19. Jahrhundert. Die hessischen Staaten und der Deutsche Zollverein. Göttingen 1982. – Geschichte des Deutschen Zollvereins. Göttingen 1984. – Altständisches Bürgertum zwischen Beharrung und Wandel. Wetzlar 1689–1870. München 1991. – Die Industrielle Revolution in Deutschland. München 1998. – Gemeinsam mit Werner Greiling (Hg.), Die Revolution in Thüringen. Aktionsräume – Handlungsebenen – Wirkungen. Rudolstadt 1998.

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