Neipperg

Ministerialen - Reichsritter - Hocharistokraten
Kraichtaler Kolloquien, Band 9
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Unter den noch heute florierenden Geschlechtern der Kraichgauer Ritterschaft nehmen die Neipperg von altersher eine Sonderstellung ein. Ihr Herrschaftsbesitz konzentrierte sich seit dem hohen Mittelalter im südöstlichen Kraichgau, um den Heuchelberg und im Zabergäu. Nachdem sie sich, wie die anderen Kraichgauer Ritter, früh der Reformation angeschlossen hatten, kehrten sie im 18. Jahrhundert zur römischen Kirche zurück und stellten sich damit außerhalb der ansonsten dezidiert lutherisch geprägten Kantonsgemeinschaft.

Die Konversion war sowohl Folge als auch Voraussetzung des sozialen Aufstiegs, den die Familie seit dem späteren 17. Jahrhundert in kaiserlichen Diensten genommen hatte und der ihr im weiteren nicht allein den Grafenrang, sondern - als einziger aus dem Kraichgau - über die Teilhabe an der schwäbischen Grafenbank und der damit einhergehenden Reichsstandschaft auch die Zugehörigkeit zu den Standesherren des 19. Jahrhunderts, das heißt zum hohen Adel bescherte. Im Umkreis des Wiener Hofes partizipierten die Neipperg an der großen Politik und zählten zur Hocharistokratie der Donaumonarchie.
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Auflage 1. Auflage 2014
Einband Leinenband mit Schutzumschlag
Ausstattung mit 16 farbigen und 7 s/w-Abbildungen und 1 Farbtafel
Seitenzahl 232
Format 15 x 23 cm
ISBN/EAN 978-3-7995-1313-5
Alte ISBN 978-3-928471-98-5
VGP-Nr. 401313
Kurt Andermann (Hg.)

Kurt Andermann, geb. 1950, war bis 2016 Archivdirektor am Generallandesarchiv Karlsruhe, davor drei Jahrzehnte lang Referent und Projektleiter bei der amtlichen Landes- und Kreisbeschreibung in Baden-Württemberg und lehrt an der Universität Freiburg i. Br. Landesgeschichte. Begründer und Organisator der Kraichtaler Kolloquien. 1985 bis 1995 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e. V. und Herausgeber der Oberrheinischen Studien. Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte und der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Arbeitsschwerpunkt z. Zt. Verfassungs- und Sozialgeschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit.

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