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Im Mittelpunkt der Beiträge steht der tiefgreifende Wandlungsprozeß im Herrschaftssystem, von dem das Reich in der Zeit Friedrich Barbarossas umgestaltet wurde. Die Überlegungen kreisen immer wieder um die Frage, inwieweit die Unterwerfung Friedrich Barbarossa 1177 in Venedig unter den bis dahin erbittert bekämpften Papst Alexander III. die Herausbildung neuer Ordnungskonfigurationen im Reich beschleunigt hat. Um die Vorgänge genauer einzufangen, wird der Blick auf die Personen gelenkt, die für Konzeptionen und politische Entscheidungen herausragende Positionen einnahmen. Auch die »Außensicht« im Hinblick auf die Reaktionen oder Wahrnehmungen in Frankreich, England oder Italien findet Berücksichtigung. Schließlich spielt die in der neueren Forschung stark beachtete Frage eine wichtige Rolle, in welcher Weise durch rituell und demonstrativ vollzogene Akte Ordnungsvorstellungen, Rangsysteme und Autoritäten in dieser Zeit zum Ausdruck gebracht wurden.
Dr. Stefan Weinfurter ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Heidelberg.