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Residenzenforschung. Neue Folge: Stadt und Hof - Handbuch, Band I/4 Herausgegeben von der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften in Göttingen Herausgegeben von Gerhard Fouquet, Olaf Mörke, Matthias Müller und Werner Paravicini
Mit dem hier vorgelegten Band zu den Residenzstädten im Südwesten des Alten Reichs findet die auf insgesamt vier Bände angelegte »1. Abteilung« des »Handbuchs der Residenzstädte« ihren Abschluss. Geboten wird ein umfassendes Verzeichnis aller Residenzstädte des Alten Reichs, die in ausführlichen Artikeln im Stil eines Dictionnaire raisonné vorgestellt werden. Es geht dabei um die Frage, ob und inwieweit Städte durch die Anwesenheit eines fürstlichen bzw. adligen Hofs verändert wurden und ob es Rückwirkungen auf den Hof gegeben hat.
Der vierte (Teil-)Band enthält über 200 Artikel, in denen die mal stärkere, mal schwächere höfische Prägung der Städte dargestellt wird. Neben den großen und bekannteren Residenzstädten wie Breslau, München, Prag und Wien werden insbesondere kleinere Orte wie Bartenstein, Liegnitz, Ratais, St. Veit an der Glan und viele andere in ihrer Bedeutung als Sitz eines Hofes hervorgehoben.
Dr. Harm von Seggern, geb. 1964, studierte ab 1985 Geschichte und Geographie in Kiel und Trier, hielt sich 1993/94 zu einem längeren Forschungsaufenthalt in den Niederlanden, Belgien und Frankreich auf, wurde 1999 in Trier promoviert und habilitierte sich 2005 in Kiel; seitdem war er akademischer Rat a.Z. und ist seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Akademieprojekt »Residenzstädte im Alten Reich 1300–1800«, zudem apl. Prof. für Mittlere und Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Universität Kiel. Interessens- und Arbeitsgebiete sind neben den Residenzstädten weit gestreut; hierzu gehören Themenbereiche wie die Nachrichten- und Informationsübermittlung im Spätmittelalter, die Stadtbuchforschung, hansische Personengeschichte, Historische Anthropologie der Männer und nicht zuletzt die Erkenntnistheorie der Geschichtswissenschaft.