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Die Jungfrau von Orléans hat nicht erst Schiller interessiert, sondern schon die deutschen Zeitgenossen, ja es gibt so etwas wie eine deutsch-französische Geschichte, in deren Mittelpunkt Jeanne d’Arc steht. Sie beginnt mit den Berichten Eberhard Windeckes, führt im 19. Jahrhundert zum national gefärbten Wettlauf von Guido Görres und Jules Quicherat und gelangt gegenwärtig zu einer Blüte deutschsprachiger Jeanne-Literatur, für die die Namen von Gerd Krumeich und Heinz Thomas stehen. Philippe Contamine, der ein Leben lang über Johanna von Orléans geforscht hat, erzählt eine so gut wie unbekannte Geschichte, die von ihrer Person besondere Würde erhält.
Philippe Contamine lehrte mittelalterliche Geschichte an den Universitäten von Nancy und Paris und ist Mitglied der Académie des Inscription et Belles-Lettres.