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Der zweite Band von C. G. Jungs Vorlesungsreihe, die er zwischen 1933 und 1941 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich hielt, enthält die Vorlesungen des Sommersemesters 1934. Jung entfaltet darin die Grundbegriffe seiner Psychologie und zeichnet den Weg zu ihrer Formulierung nach. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Assoziationsexperiment zu, seinem Verständnis des Unbewussten sowie den verschiedenen Methoden zu dessen Erschließung, etwa der Traumanalyse. Die Vorlesungen von 1934 stellen eine einzigartige, von Jung selbst konzipierte Einführung in seine Psychologie des Unbewussten dar.
Dem Band ist ein ausführlicher Kommentar von Ernst Falzeder vorangestellt, in dem der renommierte Psychologiehistoriker die Vorlesungen in den historischen Kontext der 1930er Jahre einordnet und die Entwicklung von Jungs psychologischer Theorie erläutert. Die deutsche Fassung wurde von Martin Liebscher, dem Mitherausgeber der ETH-Vorlesungsreihe, erstellt.
Carl Gustav Jung (1875–1961) war einer der Begründer der modernen Tiefenpsychologie und gehört zu den größten Psychoanalytikern des 20. Jahrhunderts. Die von ihm entwickelte Analytische Psychologie ist eine der drei tiefenpsychologischen Hauptrichtungen, neben Sigmund Freuds Psychoanalyse und Alfred Adlers Individualpsychologie. Jungs Ziel war es, den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen, und so beschäftigte er sich vor allem auch mit den unbewussten, nicht-rationalen und transpersonalen Aspekten der Psyche.
Dr. Ernst Falzeder, ehemaliger Senior Research Scholar am University College London, u.a. Herausgeber der Korrespondenz zwischen Sigmund Freud und Sándor Ferenczi sowie verschiedener Werke von C. G. Jung. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Analytischen Psychologie.