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Die Kategorie des Heiligen schließt – im Anschluss an Rudolf Otto – sowohl faszinierende als auch erschreckende Seiten des Numinosen ein. Mit der überraschenden Wiederkehr der Religionen ins private und öffentliche Leben, die sich vielfach in Konflikten ereignet und zunehmend durch religiös motivierte Gewalt Bahn bricht, wird es immer wichtiger, sich dem Heiligen in den Religionen neu zu widmen.
Der vorliegende Band diskutiert diese Kategorie deshalb in phänomenologischer und interkultureller Perspektive und zeigt auf, wie sie in religionswissenschaftlichen, theologischen und philosophischen Kontexten anschlussfähig an aktuelle gesellschaftliche Debatten ist.
Mit Beiträgen von Roderich Barth, Gertrude Deninger-Polzer, Johann Figl, Wolfgang Gantke, Adelheid Herrmann-Pfandt, Manfred Hutter, Hans Kessler, Markus Luber, Jürgen Mohn, Thomas M. Schmidt, Perry Schmidt- Leukel, Michael Stausberg, Bernd Trocholepczy, Udo Tworuschka, Hans Waldenfels, Edmund Weber, Knut Wenzel, Hamid Reza Yousefi
Thomas Schreijäck, Dr. theol., ist Professor für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Kerygmatik am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie Vorsitzender von »Theologie interkulturell«.
Vladislav Serikov, geb. 1971, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Vergleichende Religionswissenschaft am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.