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Seit 1931 äußerte sich Joannes Baptista Sproll, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, in vielfältiger Form und öffentlich gegen den Nationalsozialismus. Den Parteioberen Württembergs wird er rasch unbequem. Seiner Wahlverweigerung im April 1938 folgen organisierte gewaltsame Demonstrationen. Er wird aus der Diözese vertrieben und kehrt – nach Jahren der Isolation und schwer erkrankt – im Juni 1945 zurück. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern sich die Autoren Dominik Burkard, Lucia Scherzberg, Peter Steinbach, Gebhard Fürst und Hubert Wolf der Persönlichkeit Sprolls, dessen Zivilcourage den Wiederaufbau legitimieren half und dessen Widerstehen auch heute beispielhaft ist.