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Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde, Band 22 Herausgegeben in Verbindung mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen Wilfried Hartmann, Ulrich Köpf, Dieter Langewiesche, Sönke Lorenz, Bernhard Mann, Winfried Schenk, Anton Schindling, Wilfried Schöntag, Barbara Scholkmann
Bei den Unternehmern spielten im Ersten Weltkrieg anders als bei großen Teilen des Bildungsbürgertums Nation und Vaterland keine Rolle. Ihre Erfahrungen waren fast ausschließlich ökonomisch geprägt. Den Krieg nahmen sie daher als einen Wirtschaftskrieg wahr. Entsprechend handelten sie. Auf drei Handlungsfeldern – in ihrer Rolle als Produzenten, als Arbeitgeber und als Staatsbürger – werden die württembergischen Unternehmer in dieser regionalen Fallstudie untersucht. Die Arbeit beschreibt, wie die Unternehmer den Ersten Weltkrieg erlebten, wie sie ihn deuteten und in ihre Erfahrungswelt integrierten. Indem der Autor den Bogen von der Vorkriegs- über die Kriegs- und Nachkriegszeit spannt, gibt er einen Einblick in Einstellungen und Verhalten der Unternehmer. Es zeigt sich, dass der Krieg diese weit weniger veränderte, als bislang angenommen wurde.
Achim Hopbach, Jahrgang 1965, 1984/1986 und 1988/1991 Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaften und Rechtswissenschaften in Heidelberg, 1993 bis 1996 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen, Tätigkeit als Politikberater, seit 1997 Leiter des Geisteswissenschaftlichen Prüfungsamtes der Universität Heidelberg.