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Kein Text prägt christliches Beten so wie das Vaterunser. Franz von Assisi selbst schrieb nicht nur eine Betrachtung zum Vaterunser; nach seiner Begegnung mit dem Islam schuf er zudem eine eigene Sammlung der »schönsten Namen Gottes«, in der er den Vater auch mit weiblichen Gottesnamen anspricht.
Niklaus Kuster hat die historischen Texte in leicht lesbares, heutiges Deutsch übertragen. Seine Erschließung bringt überraschende Inspirationen von damals für die Gegenwart zutage. Er spannt den Bogen bis zur Erklärung von Abu Dhabi, mit der sich Papst Franziskus und Großimam Muhammad al-Tayyeb im Februar 2019 gemeinsam zur Geschwisterlichkeit aller Menschen bekennen.
Dr. Niklaus Kuster ist als Kapuziner ein Reformfranziskaner und lebt im Kloster zum Mitleben in Rapperswil am Zürichsee. Der Franziskusforscher promovierte in Spiritualitätsgeschichte und lehrt(e) diese an der Universität Luzern und an Ordenshochschulen in Rom, Venedig, Münster und Madrid. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu franziskanischer Spiritualität und Geschichte.