EKK – Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament

EKK – Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament

Herausgegeben von Knut Backhaus, Christine Gerber, Thomas Söding, Samuel Vollenweider

Kooperation mit Vandenhoeck & Ruprecht / Brill Deutschland

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Wie der Evangelisch-Katholische Kommentar entstanden ist

Der Evangelisch-Katholische Kommentar (EKK) geht auf die Zeit des großen ökumenischen Aufbruchs nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zurück. Begründet haben ihn der evangelische Exeget Eduard Schweizer (1913–2006) und der katholische Exeget Rudolf Schnackenburg (1914–2002). Träger des EKK waren auf evangelischer Seite der Neukirchener Verlag und auf katholischer Seite der Benziger Verlag in Einsiedeln. Als ökumenisch angelegter Kommentar wollte sich der EKK historisch und kritisch nicht nur mit den Texten selber auseinandersetzen, sondern auch mit den theologischen Fragen, die zu unterschiedlichen Auslegungen des Neuen Testaments in den verschiedenen Konfessionen geführt hatten. Der dafür notwendigen Standortbestimmung des jeweiligen Auslegers diente die Berücksichtigung der Wirkungsgeschichte der jeweiligen biblischen Schriften in den verschiedenen Konfessionen. Schon in der ersten Mitarbeitersitzung von 1968 wurden einige Grundprinzipien des neuen Kommentars festgelegt, die bis heute in Geltung stehen: Jeweils zwei verwandte neutestamentliche Bücher werden von einem evangelischen resp. katholischen Neutestamentler bearbeitet. Diese stehen in engem Kontakt miteinander, sie tauschen ihre Manuskripte aus und beraten einander. Bei konfessionell wichtigen Fragen hat der Partner sogar die Lizenz, etwas in den Kommentar seines Gegenübers hineinschreiben (was allerdings bisher nur einmal geschah, nämlich in der Auslegung des Epheserbriefs). Die Mitarbeitenden kommen aus verschiedenen theologischen Richtungen; ihrem Austausch dienen regelmäßig wiederkehrende Tagungen. Auf das Einholen einer kirchlichen Druckgenehmigung (»Imprimatur«) wurde seinerzeit ausdrücklich verzichtet.

Nach einigen »Vorarbeiten« erschien als erster Kommentarband 1975 die Auslegung des Philemonbriefs von Peter Stuhlmacher; seither sind 21 neutestamentliche Schriften kommentiert worden. Bereits 1968 traten Ulrich Wilckens (Hamburg) und Josef Blank (Würzburg) in den Herausgeberkreis ein. Später folgten ihnen auf katholischer Seite Norbert Brox, Joachim Gnilka, Hans-Josef Klauck, Thomas Söding und Knut Backhaus, auf evangelischer Seite Jürgen Roloff, Ulrich Luz, Samuel Vollenweider und Christine Gerber. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts haben die Herausgeber in Absprache mit dem Kreis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschlossen, eine umfassende Neukommentierung in die Wege zu leiten und dafür Autorinnen und Autoren zu gewinnen. Die Neukommentierung will einerseits die vielfachen Innovationen in der biblischen Exegese und Hermeneutik angemessen aufnehmen, andrerseits das bewährte ökumenische Profil weiter fortführen. So steht jede Kommentatorin bzw. jeder Kommentator weiterhin in einer ökumenischen Partnerschaft mit einem Mitglied aus dem Autorenkreis, das der jeweils anderen Konfession angehört. Besonderes Gewicht ruht mehr denn je auf der Integration von historisch-kritischer Auslegung und Wirkungsgeschichte. Neben den geplanten oder sogar bereits publizierten Bänden der Neukommentierung befinden sich weiterhin Bände von noch gar nicht oder erst teilweise kommentierten Schriften in Bearbeitung. Als Zeugnisse des seinerzeitigen ökumenischen Aufbruchs in der neutestamentlichen Wissenschaft bleiben auch die älteren Kommentare für das interessierte Publikum weiterhin greifbar.

Den Änderungen im Kreis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesellen sich Änderungen unter den Trägerverlagen zu: Gegenwärtig wird der EKK einerseits von Vandenhoeck & Ruprecht unter dem Dach von Brill Deutschland, andrerseits von Patmos unter dem Dach des Schwabenverlags herausgegeben.

Im Vorwort zum vierten Heft der »Vorarbeiten« (1972) schrieben die seinerzeitigen Herausgeber: »In der ziemlich stagnierenden ökumenischen Situation kann ein ... gemeinsam verantworteter Kommentar neue Impulse geben, sofern es gelingt, aus deskriptiver und retrospektiver Exegese zu kreativen und prospektiven Aussagen vorzudringen. Darum sollen die Kommentare nicht auf Abgrenzung gegenseitiger Standpunkte, sondern auf gemeinsame Vorstöße in den Verstehensbereich heutiger Menschen bedacht sein.« Das ist bis heute das Anliegen des Evangelisch-Katholischen Kommentars geblieben.

Die Herausgeberin und die Herausgeber