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Westlich der Hauptstadt Prag erstreckt sich eines der großen Waldgebiete Mitteleuropas, der Pürglitzer Wald (Křivoklátsko), schon im Hochmittelalter Jagdgebiet der böhmischen Herzöge und späteren Könige, heute Biosphärenreservat der UNESCO. Vielfalt und Bedeutung dieser in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft sind kaum zu überschätzen und bedürfen besonderer Pflege. Ihr historisches Zentrum bildet bis heute die namengebende Burg Pürglitz (Křivoklát), trotz mancher Zerstörungen und Brände eine der besterhaltenen Burganlagen Tschechiens.
Der vorliegende Band entfaltet in verschiedenen Beiträgen Geschichte, Kultur- und Kunstgeschichte der Burg mit ihren baulichen Anteilen verschiedener Epochen, insbesondere der wohlerhaltenen Kapelle aus der Ära der Jagiellonen-Könige (1471-1526), dann des sie umgebenden Jagdforsts mit seiner Vielzahl von alten Ortschaften und Burgen. Schließlich weitet sich der Blick auf Jagd, Wald und Herrscherrepräsentation auf Beispiele in ganz Europa.
Dr. Markus Hörsch forscht am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, vor allem zur Kunst der Luxemburgischen und Jagiellonischen Zeit.
Dr. Jirí Fajt forscht am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, vor allem zur Kunst der Luxemburgischen und Jagiellonischen Zeit.