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Michel de Certeau SJ (1925–1986) avanciert gerade vom kulturwissenschaftlichen Geheimtipp zur theologischen Pflichtlektüre. Sein »heterologisches« Denken an der Schnittstelle von Mystikgeschichte, Psychoanalyse, Ethnografie und Semiotik war schon spätmodern, als die meisten in Theologie und Kirche erst einmal modern sein wollten.
Dieser erste theologische Sammelband zu Certeau im deutschen Sprachraum öffnet neben den Beiträgen von etablierten Expertinnen und Experten den Diskurs in eine neue Generation von Theologinnen und Theologen sowie in die Breite der theologischen Fächer. Inmitten der Pluralitätsstrudel der Gegenwart wird deutlich: Michel de Certeau verkörpert eine überzeugende Erinnerung an die Zukunft der christlichen Rede von Gott.
Mit Beiträgen von Christian Bauer, Daniel Bogner, Johanna Breidenbach, Michael Eckert, Margit Eckholt, Ulrich Engel, Judith Gruber, Gregor Maria Hoff, Johannes Hoff, Christian Kern, Hildegund Keul, Hadwig Müller, Michael Schüßler, Jörg Seip, Marco Sorace, Gerrit Spallek, Joachim Valentin