Über das Phänomen des Geistes in Kunst und Wissenschaft

Gesammelte Werke 1-20
C.G.Jung, Gesammelte Werke 1-20 Broschur, Band 15
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Dieser Band zeigt den berühmten Tiefenpsychologen von einer seiner interessantesten Seiten: als Deuter von Phänomenen der allgemeinen Kulturgeschichte. Das zentrale Thema ist das schöpferische, im Archetypischen verwurzelte Individuum.

Der Band beginnt mit zwei Aufsätzen über eine der seltsamsten Gestalten der Renaissance, über den Arzt und Alchemisten Paracelsus. Darauf folgen zwei Arbeiten über Sigmund Freud, der hier ebenfalls kulturhistorisch betrachtet wird. Es zeigt sich, wie unsinnig die Vorstellung von Jung als dem »abgefallenen Schüler« Sigmund Freuds in Wirklichkeit ist. Jungs Bewunderung für Freud aus der Distanz widerlegt sie in eindrücklicher Weise. Der Nachruf für Richard Wilhelm ehrt einen Ostasienkenner, dem C. G. Jung viel zu verdanken hat: Erst die Begegnung mit Wilhelm hat ihm das Verständnis ermöglicht für die Synchronizität seiner eigenen Anschauungen mit denen ostasiatischer Denker.

Die zweite Hälfte des Bandes ist C. G. Jungs Auseinandersetzung mit »Theorien und Werken der modernen Kunst und Literatur« gewidmet. Zwei grundlegende Aufsätze über die Beziehungen zwischen psychologischen Erkenntnismöglichkeiten und künstlerischem Schaffen weisen den Autor als Wissenschaftler aus, der die Grenzen seiner Methoden kennt und respektiert. Jung weiß von den Ursprüngen des Schöpferischen in archetypischen Strukturen, er betont die Parallelität der Dispositionen zu künstlerischem Schaffen einerseits und zu Neurosen andererseits. Er maßt sich aber nicht an, von der Ähnlichkeit der Ursachen auf eine Identität der Wirkung zu schließen. Jung illustriert seine erkenntnistheoretische Bescheidenheit an zwei Beispielen, einem Aufsatz über Picasso und einem über den »Ulysses« von James Joyce.
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Auflage 2. Auflage 1995
Einband Paperback
Seitenzahl 188
Format 15 x 22 cm
ISBN/EAN 978-3-8436-0135-1
Alte ISBN 978-3-530-40092-2
VGP-Nr. 010135
Schlagwörter Analytische Psychologie, Kunst, Theologie und Kunst - Literatur, Tiefenpsychologie
C.G. Jung

C.G. Jung, 1875–1961, war einer der größten Psychoanalytiker des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich ein Schüler und Mitarbeiter Sigmund Freuds, wandte sich Jung im Laufe seiner eigenen Forschungen und therapeutischen Tätigkeit mehr und mehr von den Theorien seines Lehrers ab. 1912 kam es zum Bruch mit Freud, der die Psychoanalyse begründet hatte. Jung entwickelte seine eigene »Analytische Psychologie«. Sein Ziel war es, den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen, und so beschäftigte er sich vor allem auch mit den unbewussten, nicht-rationalen und transpersonalen Aspekten der Psyche.

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