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Ahmad Milad Karimi steht vor einem Kreuz. Sein muslimischer Glaube sagt Nein: Der Koran verneint die Kreuzigung Jesu. Und doch kann Karimi sich diesem Bild nicht entziehen. Und er spürt eine Erschütterung, die er nicht einfach beiseiteschieben kann. Er beschreibt diese innere Spannung: die eigene Treue zum Islam und das Staunen vor dem Glauben, dass Gott selbst Mensch wurde und den Tod am Kreuz auf sich nahm.
Der muslimische Autor übernimmt das christliche Bekenntnis nicht, aber er nimmt es ernst: als geistige Erfahrung, als Ausdruck einer Liebe, die Gott in äußerster Nähe denkt. Eine muslimische Liebeserklärung an das Christentum: kein harmonisierender Dialog, sondern ein Ringen mit dem Anderen. Karimi entdeckt im Fremden eine Schönheit, die seinen Glauben nicht auflöst, sondern vertieft.
Ein Buch über die Hoffnung, dass der eigene Glaube im Blick auf den Anderen reifer wird.
Dr. Ahmad Milad Karimi, geboren in Afghanistan, ist Religionsphilosoph und Islamwissenschaftler. Er ist Professor für Islamische Philosophie und Mystik an der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Er ist zugleich Schriftsteller und Publizist; u. a. moderierte er mit anderen von 2021 bis 2025 die Sendung »Sternstunde Religion« im Schweizer Fernsehen (SRF).
Wir müssen uns von unserem Glauben erschüttern lassen
»Ahmad Milad Karimi hat ein ungewöhnliches, äußerst lesenswertes Buch geschrieben. Er beschreibt, was der christliche Glaube mit seinem muslimischen Glauben macht. Im Interview mit Johannes Schröer von domradio.de spricht er über das Kreuz, Maria und darüber, warum interreligiöser Dialog für ihn nicht bei Gemeinsamkeiten endet.« domradio.de vom 04.09.2026
»Wer eine Liebeserklärung schreibt, muss tief berührt sein. Der Muslim Karimi liebt am Christentum die Kühnheit seiner Hoffnung und die Ernsthaftigkeit seiner Menschenliebe. Was heißt das für den interreligiösen Dialog?« Norbert Demuth (KNA), Islamischer Philosoph schreibt Liebeserklärung ans Christentum, in: Evangelische Zeitung (24.08.2026).