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Seit »Rain Man« 1988 in die Kinos kam, ist Autismus ein popkulturelles Phänomen in Romanen, Filmen und Serien. Figuren wie Sherlock Holmes, Mister Spock, Temperance Brennan oder Sheldon Cooper zeigen Eigenschaften, die an Autismus erinnern – oft faszinierend, manchmal klischeehaft.
Ulrich Merkl, selbst Autist und Autor des Erfolgsbuches »Die unglaubliche Welt genialer Menschen mit Autismus«, spürt in seinem neuen Werk der Darstellung von Autist:innen in der Popkultur nach. Mit fundiertem Wissen, Humor und Einfühlungsvermögen analysiert er 300 Romane, Spielfilme und Serien von Klassikern wie »Der Fremde« (1942) bis zu modernen Formaten wie »The Good Doctor«. Dabei geht er den entscheidenden Fragen nach: Wie prägen diese Figuren unser Bild von Autismus? Fördern sie Verständnis – oder verfestigen sie Vorurteile? Und wie empfinden Menschen im Autismus-Spektrum selbst diese Darstellungen?
Ein kluges, spannendes und unterhaltsames Buch über Mythos und Wirklichkeit – und über die Kunst, das Anderssein zu verstehen.
Dr. Ulrich Merkl, geboren 1965, studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Romanistik und ist als freiberuflicher Autor tätig. Seit 2017 weiß er, dass er von Asperger-Autismus betroffen ist. Besuchen Sie den Autor auf seinem Blog www.ulrichmerkl.de. Zuletzt von ihm bei Patmos erschienen: »Die unglaubliche Welt genialer Menschen mit Autismus« (2024)
»Total Strangers ist eigentlich ein Spinoff von Merkls erstem Buch Die unglaubliche Welt genialer Menschen mit Autismus, in dem er historische Persönlichkeiten porträtierte, die höchstwahrscheinlich Autisten waren. Neben Jefferson, Einstein und Ludwig van Beethoven wollte der Autor ursprünglich auch fiktionale Charaktere wie Mr. Spock und Sherlock Holmes porträtieren.« (...)
Ulrich Merkl im Gespräch mit Stefan Vospernik/Austrian Press Agentur
»Wir brauchen weniger Effekthascherei und mehr Realitätsnähe, Toleranz und Inklusion. Autist:innen sollten – wie Menschen mit anderen Besonderheiten – im echten Leben wie im Film selbstverständlich mitlaufen, ohne ständig erklärt zu werden.«
Fabian Riedner im Gespräch mit Ulrich Merkl im Magazin »Quotenmeter«
»In der Einleitung dieses beeindruckenden Werkes setzt sich Merkel mit dem Für und Wider von autistischen Personen in Filmen und Serien auseinander. Sehr faszinierend, wie er durch dutzende Filme und Genres geht und dabei herausarbeitet, welchen Vor- und Nachteile die - notwendige - Überzeichnung der Charaktere hat.« (...)