Neuerscheinung

Um-Care

Wie Sorgearbeit die Wirtschaft revolutioniert

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Care-Arbeit – das Sich-Kümmern um Hausarbeit, Kindererziehung, Pflege, Freundschaften, um soziales und globales Miteinander – sind »systemrelevant« und sollten in die Mitte ökonomischer Theorie und Praxis rücken. Die Autorinnen kritisieren ein Wirtschaftssystem, das diesen »unbezahlten Sektor« ignoriert, und eine Ökonomie, die sich noch immer um die Frage dreht, was zahlungskräftige Leute sich leisten können. Daher fordern sie, dass sich dieses Denken ändern muss und nehmen Care-Arbeit und Natur zum Ausgangspunkt für ein zukunftsfähiges Wirtschaften. Denn es geht darum, wie acht Milliarden Menschen im verletzlichen Lebensraum Erde gut zusammenleben können. Ökosysteme geraten aus den Fugen, auf die zukünftige Generationen existenziell angewiesen sind. Ein Großteil der Menschen leisten täglich über zwölf Milliarden Stunden unbezahlte Sorgearbeit – während 2017 hingegen nur acht Personen mehr besaßen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

60 kurze Texte der beiden Expertinnen für Care-Ökonomie – mal nüchtern analysierend, mal humorvoll, mal optimistisch stimmend, immer erhellend – zeigen, wie und wo sich Auswege aus dieser seltsamen Unordnung finden lassen und eine lebenswerte Zukunft für alle denkbar wird.

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Auflage 1. Auflage 2023
Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 160
Format 13 x 21 cm
ISBN/EAN 978-3-8436-1441-2
VGP-Nr. 011441
Schlagwörter Armut, Ehrenamt, Frauen, Gesellschaftsordnung, Ökologie, Wirtschaftsethik, Zukunft
Ina Praetorius

Ina Praetorius, Dr. theol., geboren 1956, studierte Germanistik und Evangelische Theologie. Sie ist freie Autorin und Referentin in der Erwachsenenbildung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Postpatriarchale Theologie, Ethik und Spiritualität. Ina Praetorius lebt in Wattwil/Schweiz.
www.inapraetorius.ch​​​​​​​

Uta Meier-Gräwe

Dr. Uta Meier-Gräwe Haushaltswissenschaftlerin und Soziologin, ist Professorin em. für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienforschung an der Universität Gießen, Sachverständige für den Siebten Familienbericht sowie Ersten und Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Sie berät zudem die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin und leitete das Kompetenzzentrum Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen. Sie ist Mitautorin des »Equal Care Manifests 2020« und hat 2022 WiC e.V. Deutschland mitgegründet. Sie lebt seit 2015 in Freiburg.

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    »Wer sich um pflegebedürftige Alte kümmert, Kindern das Schreiben beibringt oder Haare schneidet, den oder die beschleicht angesichts der gängigen Erzählung vom Vorrang der Warenproduktion schnell einmal das ungute Gefühl, er oder sie produziere eine Art sozialen Luxus, der freundlicherweise von Auto- und Parkhausbauern mitfinanziert wird. Die Pandemie hat uns aber gelehrt, dass es sich umgekehrt verhält: Die nicht oder schlecht bezahlte Care-Arbeit in privaten Haushalten, im öffentlichen Dienst und in Unternehmen bildet das Fundament des Wirtschaftens.«

    Uta Meier-Gräwe
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