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Die Perfektionierung des Menschen ist eine alte Sehnsucht der Menschheitsgeschichte. Wer hat nicht vor und nach Lessing von der »Erziehung des Menschengeschlechts« geträumt?
Auch wenn die historische Anthropologie bzw. die Gewalt- und Aggressionsforschung darauf verweist, dass der Mensch letztlich Mensch bleibt mit einer »tierischen« Natur, die sich nicht so leicht domestizieren lässt, ist die Rede vom »Homo novus« in Geschichte und Gegenwart immer wieder anzutreffen.
Dieser interdisziplinär ausgerichtete Band dokumentiert eine Tagung der Sektion »Religionswissenschaft, -geschichte und Ethnologie« der Görres-Gesellschaft und beschäftigte sich mit verschiedenen Perspektiven zur Perfektion des Menschen aus religionswissenschaftlicher, ethischer und theologischer Sicht – mit dem Transhumanismus im Fokus.
Mit Beiträgen von Mariano Delgado, Oliver Dürr, Johann Figl, Thomas Fornet-Ponse, Michael Hagemeister, Oliver Krüger, Anna Puzio, Joachim Reger, Michael Sievernich und Klaus Vellguth
Mariano Delgado, Dr. theol. Dr. phil. Dr. h.c., ist Professor für Kirchengeschichte und Direktor des Instituts für das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog an der Universität Freiburg (Schweiz) sowie Dekan der Klasse VII (Weltreligionen) in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Klaus Vellguth, Dr. theol. habil., Dr. phil., Dr. rer. pol., ist Professor für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät Trier und daneben Honorarprofessor für Missionswissenschaft an der VPU Vinzenz Pallotti University, Vallendar, sowie Schriftleiter der pastoraltheologischen Fachzeitschriften »Diakonia« und »Anzeiger für die Seelsorge«.
»Dieser Band setzt sich mit dem Drang nach der Perfektionierung des Menschen auseinander, wie er sich gegenwärtig paradigmatisch im Transhumanismus zeigt, und diskutiert dies im Horizont klassischer Denktraditionen, die sich mit der Perfektibilität sowie der Selbstoptimierung des Menschen beschäftigen.«
Online-Rezension der Zeitschrift „Theologische Revue“ Mai 2026